Ratgeber zum
Thema Parodontitis

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Ratgeber zum Thema Parodontitis

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Dr.med. Schütze - Wissenschaftlicher Beirat

              Anna Schütze/Ärztin  &  Margit Schütze-Gößner/Zahnärztin

             Wissenschaftlicher Beirat

Die Diagnose: “Sie haben eine Parodontitis“, wirft bei den meisten Patienten viele Fragen auf! Hängt das zusammen mit meinem Mundgeruch? Der faulige Geschmack in meinem Mund, gehört das auch dazu?

Was ist Parodontitis?

Die Parodontitis ist eine durch Bakterien hervorgerufene entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Zum Zahnhalteapparat zählen das Zahnfleisch, der Kieferknochen und der Faserapparat, in dem jeder Zahn verankert ist.

Parodontitis verläuft chronisch mit akuten Schüben und führt unbehandelt zum Zahnverlust.

Sie beginnt fast unbemerkt, schmerzarm und verläuft langsam über Jahre.

Erst im akuten Stadium zeigen sich die Symptome einer Parodontitis:

Taschenbildung_Parodontitis_Dr.med.Schütze

                                                  Taschenbildung und Kieferknochenabbau

Blutung_auf_Sondieren_Parodontitis_Dr.med.Schütze

Zeichen einer Parodontitis: Blutung auf Sondieren

Die Symptome einer Parodontitis

  • Rotes, geschwollenes und entzündetes Zahnfleisch
  • Zahnfleischbluten (z.B. beim Zähneputzen oder beim Kauen harter Speisen)
  • Schmerzen beim Kauen
  • Hartnäckiger, oft fauliger Mundgeruch
  • Zähne werden länger und können sich drehen
  • Zähne werden locker
  • Im Endstadium droht Zahnverlust

Ein gesundes Zahnfleisch ist rosa, straff und umschließt wie eine feste Manschette die Zahnkrone. Der Zahn sitzt fest in seinem Zahnbett und keine der oben genannten Symptome sind vorhanden.

Wie entsteht Parodontitis?

In der Mundhöhle gibt es Tausende verschiedene Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Pilze etc…Man spricht vom „Mikrobiom“ Mundhöhle. Sie leben beim Gesunden in einer harmonischen Symbiose = Gemeinschaft.

Kommt es nun zu ungenügender Reinigung der Zähne, bleibt immer mehr Zahnbelag, die sogenannte Plaque, an den Zahnoberflächen kleben. Durch Einlagerung von Mineralsalzen entsteht Zahnstein.

Wird Zahnstein nicht regelmäßig entfernt, vermehren sich vor allem krankmachende Bakterien in der Mundhöhle. Das harmonische Gleichgewicht wird gestört. Es entwickelt sich ein Entzündungsgeschehen! Das Zahnfleisch zieht sich immer weiter zurück und mit der Zeit entsteht ein Spalt zwischen Zahnwurzel und Zahnfleisch: eine Zahnfleischtasche. Die Zahnfleischtasche ist ein optimaler Lebensraum für krankmachende Bakterien und ihre Gifte.

In weiterer Folge wird durch die langsam fortschreitende Entzündung immer mehr Zahnfleisch und jetzt auch Kieferknochen abgebaut. Dadurch verliert der Zahn zunehmend an Halt, bis der Zahn schließlich von selbst ausfällt oder vom Zahnarzt entfernt werden muss (Zahnverlust).

Parodontitis Stadien: Vom gesunden Zahnfleisch bis zum Zahnverlust

Bilder Abb. 1-4

Dr. med. Schütze - Gesundes Zahnfleisch

Abb. 1: gesunde Zahnfleischsituation

Dr. med. Schütze - Zahnfleischentzündung

Abb. 2: Erste Entzündungszeichen – hervorgerufen durch nicht entfernten Zahnbelag = Gingivitis

Dr. med. Schütze - Parodontitis

Abb. 3: beginnende Zahnbetterkrankung (Parodontitis) mit Knochenabbau

Dr. med. Schütze - Parodontitis 2

Abb. 4: Entzündung breitet sich in die Tiefe weiter aus (Gewebe und Knochen gehen unwiederbringlich verloren): Zahnverlust

Die Parodontitis hat Auswirkungen auf den gesamten Körper

Es ist wichtig zu wissen, dass die Bakterien und deren Gifte nicht auf die Zahnfleischtasche beschränkt bleiben, sondern über Lymphe und Blutgefäße in das umliegende Gewebe auswandern und damit den gesamten Organismus mit Bakteriengiften überschwemmen. Damit ist der Zusammenhang zwischen Parodontitis und anderen chronischen Erkrankungen erklärbar.

Besonders der Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes II, rheumatoider Arthritis usw. ist wissenschaftlich bewiesen und anerkannt. Siehe dazu unseren Ratgeber: Parodontitis und chronische Erkrankungen

Die Parodontitis ist eine „Volkskrankheit“

Auf Grund der Datenlage können wir davon ausgehen, dass ca. 1 Million Menschen in Österreich an einer Parodontitis erkrankt sind. Damit ist sie eine echte Volkskrankheit, diese Zahlen lassen sich entsprechend der Einwohnerzahl mit anderen Ländern vergleichen. Von dieser 1 Million Österreicher sind nur ca. 10% in parodontaler Behandlung.

Laut der letzten Deutschen Mund-Gesundheitsstudie V 2016 (DMS V) hat sich trotz der Bemühungen der vergangenen Jahre die Prävalenz (Häufigkeit) der Parodontitis nicht wesentlich verbessert,  zwei Drittel der 60jährigen haben eine mittlere bis schwere Parodontitis.

Die Parodontitis Behandlung: „Der Goldstandard“

Die seit Jahrzehnten gelehrte schulmedizinische Therapie ist der sogenannte „Goldstandard“:

  • Er umfasst die professionelle Zahnreinigung (siehe dazu auch unseren Ratgeber: professionelle Zahnreinigung)
  • sowie die unterstützende Therapie mit antibakteriellen Spüllösungen, hier vor allem Chlorhexidin,
  • und in schweren Fällen die Gabe von Antibiotika (systemisch oder lokal).
  • Manchmal sind auch chirurgische Eingriffe, sogenannte Curettagen, notwendig, um Zugang zu den tiefsten Zahnfleischtaschen zu erhalten.

Sinn und Ziel dieser Maßnahmen ist es, möglichst viel Plaque, in der Tiefe abgelagerte Konkremente und Bakterien aus dem Entzündungsbereich zu entfernen und damit eine Regeneration in die Wege zu leiten.

Diese Therapieform stellte man auf den Prüfstand. Dazu trafen sich die weltweit führenden Kapazitäten auf dem Gebiet der Parodontologie.

Das Ergebnis: Die Festlegung neuer internationaler S3 Leitlinien.

Teilnehmer_World_Workshop_Plenum_Parodontitis_Dr.med.Schütze

Abbildung: Die Teilnehmer des World Workshops im Plenum | AAP/EEP

Die bislang empfohlene Parodontaltherapie (UPT – antimikrobielle und antibiotische Maßnahmen) werden zunehmend kritisch betrachtet und zum Teil als “entbehrlich” beurteilt. (Quelle: S3 Leitlinien)

Als Auszug daraus:

Die Empfehlung für CHX, PVP-Jod, CHX-Gel, CHX-Chips:

Die adjuvante subgingivale Anwendung einer Taschenspülung von 0,12% Chlorhexidin oder PVP-Jod-Spüllösung, Chlorhexidin-Gel oder Chlorhexidin-Chips zum Zeitpunkt der subgingivalen Instrumentierung sollte nicht erfolgen, da sie zu keiner signifikanten Verbesserung der klinischen Effektivität führt.

 

Die Empfehlung für die Antibiotikagabe:

Die Wirksamkeit von Antibiotika ist in Biofilmen im Vergleich zu planktonischen Zellen deutlich reduziert. Zudem kann die erforderliche Wirkungskonzentration in der parodontalen Tasche ohne vorherige Disruption des Biofilms schwer erreicht werden.

Die mechanische Zerstörung der Integrität und die Reduktion bakterieller Biofilme ist daher eine essenzielle Voraussetzung für die Wirksamkeit adjuvanter systemischer Antibiotikagabe im Rahmen der Parodontitistherapie.

 

Allein unverzichtbar ist die professionelle Zahnreinigung durch die geschulte Prophylaxe-Assistentin.

Parodontitis behandeln: “Der neue Therapieansatz” mit ParoMit® Q10 Spray

Parodontitis wird zwar durch Bakterien initial hervorgerufen, ist aber in der Behandlung als Entzündung zu betrachten.

Das bedeutet, dass neben der notwendigen Reinigung, die Bekämpfung der Entzündung im Mittelpunkt stehen muss und nicht die Bakterienbekämpfung.

Nur durch einen Stopp der Entzündung kann das unkontrollierte Fortschreiten der Parodontitis in die Tiefe und damit der Zahnverlust vermieden werden.

Denn: „Nicht die Bakterien fressen den Knochen weg, sondern die entzündlich überschießende Immunantwort!“

Die Rolle des Immunsystems bei der Parodontitis

Jedwede Entzündung im Organismus wird von der Immunabwehr beantwortet. Ist das Immunsystem stark genug, die bakteriellen oder viralen Angriffe zu bekämpfen, kommt die Erkrankung zum Stillstand oder kann auch ausheilen.

Bei der Parodontitis konzentriert sich daher die moderne Forschung auf die Beherrschung der Entzündung und auf die Unterstützung der individuellen Immunabwehr des Patienten. Die Immun-Antwort des Patienten ist mit-entscheidend für den Erfolg der Therapie.

Dabei spielt ein körpereigener Stoff – das Coenzym Q10 – eine Schlüsselrolle.

Coenzym Q10

Basierend auf einer hervorragenden Grundlagenforschung zu Coenzym Q10 gibt es heute bereits mehr als 1000 Publikationen zu diesem natürlichen Wirkstoff. Der britische Forscher Peter Mitchell erhielt 1978 für seine Erkenntnisse zur Wirkweise von Coenzym Q10 den Nobelpreis für Chemie.

Nobelpreis_P.Mitchell_Q10_Parodontitis_Dr.med.Schütze

 

 

P. Mitchell beschreibt erstmals 1978 den Q10 Zyklus in den Mitochondrien und erhielt dafür den Nobelpreis in Chemie.

Coenzym Q10 liefert Zelle und Immunsystem im Rahmen der inneren Atmung in den Mitochondrien die nötige Kraft und Stärke im Kampf gegen die bakteriellen Angriffe. (siehe Ratgeber: die Rolle der Mitochondrien)

Bei einer Entzündung benötigt das Immunsystem extrem viel Energie, um Bakterien unschädlich zu machen (1. Postulat UNI Greifswald). Deshalb wird übermäßig viel Coenzym Q10 für diese Energie-Bereitstellung benötigt. Diesen Umstand macht man sich im neuen biologischen Praxis-Konzept zunutze:

Das biologische Praxis-Konzept in der Parodontitis-Therapie

Bei diesem neuen Therapieansatz in der Parodontitis-Therapie hat sich nun der Einsatz von flüssigem Coenzym Q10 in Form von ParoMit® Q10 Spray bewährt und hat viele Zahnärzte und Prophylaxe-Assistentinnen auf Grund der Erfolge am Patienten überzeugt.

Prophylaxe-Assistentinnen_Parodontitis_Dr.med.Schütze

Die erste Anwendung erfolgt durch den Zahnarzt / Zahnärztin oder durch die geschulte Prophylaxe-Assistentin direkt am Stuhl nach der professionellen Zahnreinigung. Hier ist der perfekte Zeitpunkt für die Unterstützung des Immunsystems.

Applikationsform_ParoMit_Spray_Parodontitis_Dr.med.Schütze

Die Applikationsform mit Spray – wichtig: mit höchstem Reinheitsgrad und körperidenter Formel zur raschen Anreicherung im Blutgefäßsystem zur Zelle und zu den Mitochondrien

In der weiteren Behandlung wendet der Patient ParoMit® Q10 Spray im häuslichen Gebrauch selbständig weiter an.

  • Nach dem Zähneputzen werden dabei bis zu 10 Sprühstöße auf die entzündeten Stellen aufgesprüht.
  • Nach einer kurzen Einwirkzeit (ca. 20 Sekunden) wird der Rest geschluckt. Dadurch wird das Immunsystem auch systemisch mit gestärkt.
  • Der Patient erkennt sehr rasch das wohltuende pflegende Gefühl und berichtet vom raschen Rückgang der Entzündung und Blutung.

Professionelle Zahnreinigung + ParoMit® Q10 Spray

= das Erfolgsrezept ohne chemische Spüllösungen und Antibiotika!

Eine professionelle Mundhygiene in Kombination mit der richtigen Anwendung des ParoMit® Q10 Sprays ist das ERSTE tiefgreifend biologische Konzept zum Stopp der parodontalen Entzündung ohne Einsatz von chemischen Spüllösungen oder Antibiotika.

Die jahrelange klinische Erfahrung mit ParoMit® Q10 Spray bestätigt dies.

Patientenfall: Parodontitis mit Bluten auf Sondieren an eigenen Zähnen

Patientenfall_vorher_Parodontitis_Dr.med.Schütze

Nach PZR/SRP und dem Einsatz von ParoMit® Q10 Spray: Nachhaltig gesundes Parodont

Patientenfall_nachher_Parodontitis_Dr.med_Schütze

Patientenfall: Periimplantitis Bluten auf Sondieren am Implantat

Periimplantitisfall_vorher_Parodontitis_Dr.med_.Schütze

Nach PZR/SRP und dem Einsatz von ParoMit® Q10 Spray: Nachhaltig gesundes Parodont

Periimplantitisfall_nachher_Parodontitis_Dr.med.Schütze

ParoMit® Q10 Spray bei Parodontitis – empfohlen von Dr. med. Schütze

ParoMit® Q10 Spray dient der begleitenden Therapie bei Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Parodontitis.

ParoMit_Q10_Spray_Parodontitis_Dr.med.Schütze
  • ParoMit® Q10 Spray kann wesentlich zum Zahnerhalt beitragen.
  • Kann Schmerzen, Entzündungen und Blutungen sofort deutlich reduzieren.
  • Das enthaltene Coenzym Q10 unterstützt und kräftigt das Immunsystem im Kampf gegen die Entzündung.
  • Jahrelange klinische Erfahrung mit ParoMit® Q10 Spray an mehr als 10.000 Patienten im Jahr bestätigen dies.

Parodontitis Einteilung

Die seit Jahrzehnten gebräuchliche Einteilung der parodontalen Erkrankungen wurde im Jahre 2018 abgelöst durch eine neue Klassifikation der parodontalen Erkrankungen mit deren Hilfe nun eine individuelle patientenbezogene Diagnose und Therapie jedes einzelnen Patienten durchgeführt werden kann.

Erstmalig ist in der neuen Klassifikation der Begriff der„parodontalen Gesundheit“ beschrieben. Diese hängt von der Belastung durch Mikroorganismen in der Mundhöhle und der jeweiligen Immunstabilität ab und wäre der von uns allen anzustrebende Zustand.

Gingivitis (Zahnfleischentzündung)

Bei der Gingivitis wird unterschieden zwischen der „plaque-induzierten Ginigivitis“ und der „nicht plaque-induzierten Gingivitis“.

Die plaque-induzierte Gingivitis wird durch vermehrte Plaque-Ansammlung am Zahnfleischsaum ausgelöst.

Die nicht plaque-induzierte Gingivitis tritt bei verschiedenen Krankheitsbildern auf oder auch bei Einnahme von bestimmten Medikamenten.

Die Symptome sind leichte Blutung, leichte Rötung etc… und sind immer auf den befestigten Teil der Zahnfleischmanschette beschränkt. Diese leichte Entzündung ist in der Regel bei entsprechender Mundhygiene immer reversibel! Entsprechend dieser Faktoren ist die Behandlung zu gestalten. Allgemein ist die Behandlung der Gingivitis extrem wichtig, da sich aus jeder Gingivitis auch eine Parodontitis entwickeln kann.

Die neue Parodontitis Einteilung

Bei der Einteilung der Parodontitis ist die alte Einteilung in „akute“ und „chronische“ Parodontitis nicht mehr regelkonform (siehe die neuen 3SL-Leitlinien).

Es gibt nur mehr „DIE Parodontitis“.

Die neue Einteilung unterscheidet in „Staging“ und „Grading“.

Staging beschreibt den Schweregrad (I- IV), festgelegt an der Taschentiefe, röntgenologischem Knochenabbau, Lockerungsgrad usw….

Grading (A-C) beurteilt die Prognose mit möglichen entsprechenden Therapiemaßnahmen und den Wechselwirkungen mit Risikofaktoren und systemischen Erkrankungen. Dazu gehört vor allem das Rauchen und der Diabetes II (siehe dazu Ratgeber: Parodontitis und chronische Erkrankungen)

Ein weiterer Punkt in der neuen Einteilung sind „akute parodontale Läsionen“: dazu gehören parodontale Abszesse mit dem Zusammenbruch aller Gewebe und Strukturen, sowie „akut nekrotisierende parodontale Erkrankungen (ANUG)“: Eines der schlimmsten parodontalen Krankheitsbilder.

Ganz neu in der Klassifikation ist die Berücksichtigung parodontaler Entzündungs-bzw. Abbauerscheinungen rund um Implantate. Die „Mucositis“: eine entzündliche Veränderung des Zahnfleisches rund um das Implantat (vergleichbar mit der Gingivitis am natürlichen Zahn).

Die „Peri-Implantitis“: geprägt durch Gewebseinbrüche und Knochenabbau rund ums Implantat (bis zum Implantatverlust).

Die neue Klassifikation wurde erstmalig 2018 auf der EUROPERIO in Amsterdam vorgestellt und war das Ergebnis einer weltweiten Zusammenarbeit führender Professoren und Parodontologen.

So ganz nebenbei wurde auch das Ergebnis der Untersuchungen sogenannter UPTs (= unterstützende parodontale Therapien) präsentiert. Die im „Goldstandard“ seit Jahren empfohlenen Zusatzmaßnahmen (chemische Spüllösungen, Lasertherapien, Probiotika etc.) mit dem Fokus auf der Bakterien-Elimination wurden strengen Überprüfungen unterzogen. Zuerst sehr verhalten, jetzt aber schriftlich dokumentiert, wurden alle diese Maßnahmen als wissenschaftlich zu wenig untermauert bzw. als „entbehrlich“ beurteilt (Quelle: S3 Leitlinien).

Parodontitis und Antibiotika

Allein beim Antibiotika-Einsatz wird nur der sogenannte „Winckelhoff-Cocktail“= Amoxicillin und Metronidazol als sinnvoll und wirksam beurteilt und dies nur dann, wenn zuvor der Biofilm (Plaque) ausreichend entfernt werden konnte und auch nur in besonders schwer verlaufenden Formen der Entzündung und nur bis zu einem gewissen Alter.

„Paradigmenwechsel“ in der Beurteilung der Parodontitis Therapie

Hier hat sich wohl ein „Paradigmenwechsel“ in der Beurteilung der Parodontitis Therapie heraus entwickelt! Weg von unserem Verständnis der Parodontitis von einer infektiösen Erkrankung hin zu einer entzündlichen Erkrankung! Dies lässt Spielraum für die Entwicklung neuer Medikamente bzw. auch von Nahrungsergänzungsmitteln als Herausforderung für die Zukunft (Jepsen 2014).

Die Nachsorge bei einer Parodontitis

Parodontitis ist eine chronisch verlaufende Erkrankung mit Gewebe- und Knochenabbau mit akuten Schüben. Diese Verluste können auch nicht mehr wettgemacht werden. Die vielen Verfahren mit Knochen-Aufbaumaßnahmen, gestützt durch Membranen oder andere Restaurationen haben nur geringfügige und meist nicht befriedigende Ergebnisse gebracht.

Ziel aller Maßnahmen muss es sein:  die in die Tiefe fortschreitende Entzündung zu stoppen!

Nach der neuen Klassifikation spricht man dann von einer „klinisch parodontalen Gesundheit am reduzierten Parodont“! Als Messgröße dient hier vor allem der Blutungsindex: Der Blutungsindex darf maximal 10% der Blutung an den getesteten Messstellen aufzeigen.

Für einen Parodontitis-Patienten ist regelmäßige Kontrolle notwendig

Im Gegensatz zur Gingivitis, bei der in der Regel eine totale Regeneration der Gewebe erfolgen kann, bleibt nach schulmedizinischer Ansicht und nach herkömmlichen Therapien ein Parodontitis-Patient zeitlebens ein Parodontitis-Patient. Unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass die Entzündung bei einer Parodontitis ausgeheilt werden kann und durch den neuen Therapieansatz der Zustand der parodontalen Gesundheit einkehrt. Trotz allem bedarf der Patient regelmäßiger Kontrolle, um ein Rezidiv (=Wiederaufflammen der Entzündung) zu vermeiden.

In einer fürsorglichen zahnärztlichen Praxis wird deshalb der Parodontitis-Patient nach Abschluss der Behandlung im sogenannten „engmaschigen Recall“ einbestellt.

Das bedeutet, dass er, je nach Schwere und Risiko der Erkrankung (siehe die neue Klassifikation), in vier-, sechs- oder achtwöchigen Abständen kontrolliert wird. Dabei werden die Taschentiefe und der Blutungsindex als die wesentlichen Messpunkte überprüft. Dies geschieht mit einer kalibrierten Sonde.

Die Daten werden in einem sogenannten „Parodontal-Status“ aufgezeichnet, der in der Regel einmal jährlich zur Kontrolle des Verlaufs durchgeführt wird. Damit kann man ein Rezidiv rechtzeitig feststellen, entsprechende Maßnahmen einleiten und dem Patienten auch dokumentarisch darlegen. Bleibt die parodontale Situation stabil, können die Kontrolltermine bis zu einem halben Jahr ausgedehnt werden. Welche Parameter jeweils überprüft werden, hängt vom jeweiligen Ausgangszustand ab.

Alle Studien beweisen, dass die Recall-Termine eine wesentliche Voraussetzung sind, dass sich eine parodontale Gesundheit wiedereinstellt.

Mundhygiene

Weiters werden alle Mundhygiene-Maßnahmen für den Patienten, dem Heilungsprozess entsprechend, immer wieder adaptiert und neu erläutert. Es muss sichergestellt werden, dass der Patient alle empfohlenen Mundhygiene-Maßnahmen verstanden hat.

Der richtige Gebrauch der Zahnbürste, der Zahnseide, der Zwischenraum-Bürstchen und anderer notwendiger Hilfsgegenstände wird oft vor einem Spiegel nochmals gezeigt und geübt. Oft sind die Situationen durch zahnärztliche Versorgungen schwierig im Handling und der Patient braucht eine gewisse Zeit, dies alles auch durchführen zu können.

Alle übrigen Empfehlungen (wie Ernährung, Lifestyle, Verzicht auf die Zigarette etc…) brauchen eine feinfühlige psychologische Führung. Die geschulte Prophylaxe-Assistentin ist hier die wichtigste Ansprechperson.

Das biologische Praxis-Konzept in der Parodontitis-Therapie

Im neuen biologischen Praxis-Konzept zeigt, nach heutigem Wissensstand, die Studienlage zu Coenzym Q10, eine stark entzündungsreduzierende Wirkung. Die jahrelange klinische Erfahrung mit ParoMit® Q10 Spray an mehr als 10.000 Patienten im Jahr bestätigt dies.

Somit hat der Patient, neben der professionellen und häuslichen Mundhygiene, erstmals eine wirkungsvolle Substanz zur Hand, um aufflammende Entzündungen sofort entgegen zu wirken.

  • Professionelle Zahnreinigung (PZR) und ParoMit® Q10 Spray
  • ist das erste biologische Praxis-Konzept,
  • das mit dem komplexen Verlauf der Parodontitis fertig werden kann!

Parodontitis Behandlung: Kosten

Die Behandlungskosten für eine Parodontitis variieren in den verschiedenen Ländern der EU sehr stark.

Was kostet eine Parodontitis Behandlung in Österreich?

  • In Österreich wird seit einiger Zeit die professionelle Zahnreinigung von der Österr. Gesundheitskasse mit einem Zuschuss versehen
  • Parodontitis-Therapien sind in der Regel Privatleistung
  • Besteht eine absolut medizinische Notwendigkeit, diese muss vom Zahnarzt bestätigt werden, besteht die Chance einer Bezuschussung.
  • Mikrobiologische Tests, Lasertherapien, chirurgische Eingriffe bleiben aber nach wie vor Privatleistung.

 

Die Kosten sind stark vom Umfang der Behandlungen und von den Methoden abhängig. Oft dauern Behandlungen Wochen bis Monate, je nach Infektionsgrad und Mitarbeit des Patienten.

Das bedeutet, dass eine Parodontitis-Therapie eine sehr teure Angelegenheit werden kann, vor allem dann, wenn es immer wieder nach gewisser Zeit zu Rezidiven = zum Wiederaufflammen der Entzündung mit Gewebe- und Knochenabbau kommt.

Deshalb ist es für den Patienten auch aus Kostengründen wichtig, dass möglichst rasch und intensiv an der Begrenzung der Entzündung gearbeitet wird und langfristig keine neuen Zeichen der Parodontitis, wie Bluten und Mundgeruch auftreten.

ParoMit® Q10 kann hier einen sehr raschen Taschenschluss mit Reduktion der Blutung herbeiführen, da es sofort nach der Zahnreinigung das Immunsystem in der Heilung unterstützt.

Manche vorher besprochenen teuren Zusatztherapien- wie Laser oder chirurgische Interventionen, können so vermieden werden.

Das entlastet nicht nur die Geldbörse, sondern verhindert Leid, Schmerzen und unsichere Prognosen.

In diesem biologischen Praxis-Konzept sind in den letzten Jahren Hunderte Prophylaxe-Assistentinnen ausgebildet worden und berichten von erstaunlichen und langfristigen Therapieerfolgen.

Das Ziel ist der parodontal gesunde Patient ohne Entzündungszeichen.