Parodontitis: Ganzheitlich betrachtet

Zahn-Organ-Bezug
Zahn-Organ-Bezug

Parodontitis ist eine schwere, ernst zu nehmende Erkrankung des Zahnbettes. Fatalerweise verläuft sie meist schmerzlos, wobei als Auslöser Bakterien im Zahnbelag, auch Plaque genannt, fungieren. Erste Symptome einer Parodontitis manifestieren sich in Form einer Rötung und Zahnfleischbluten. Im weiteren Verlauf wandert die Entzündung in die Tiefe, und es kommt zu einem Abbau des Kieferknochens. Nicht nur einzelne Zähne gehen verloren, sondern der ganze Mensch erkrankt. Die Schwere des Verlaufs dieser Erkrankung wird durch viele Faktoren beeinflusst, wie Patientenalter oder Ernährung. Nicht zuletzt können auch genetische Faktoren eine Rolle spielen.

Parodontitis und Herzinfarkt gehen Hand in Hand

Chronische Parodontitis führt zu einer hohen Schädigung unserer Zellkraftwerke (Mitochondrien). Diese geht mit einer Erhöhung des Risikos für Herzmuskelentzündungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, aber auch Parkinson, Demenz und Schwangerschaftskomplikationen einher. Bei Diabetikern kann Parodontitis zu einem erhöhten Insulinbedarf führen. Diese Begleiterscheinungen sind auch durch Studienergebnisse belegt.

Immunsystem

Das Immunsystem nimmt einen zentralen Stellenwert im Verlauf der Parodontitis ein. Der gesunde menschliche Organismus verfügt über eine komplexe Immunabwehr, die ihn vor körperfremden Substanzen (wie Bakterien oder Viren) schützt. Ist das Abwehrsystem jedoch gestört, kann der Körper sich nicht ausreichend gegen Entzündungen und Infektionen verteidigen. So kann auch eine Parodontitis trotz guter Mundhygiene aus dem Ungleichgewicht zwischen Abwehrkräften und Bakterienangriff resultieren. Alle innerhalb des Organismus wirksamen Faktoren wie Blut, Zellgewebsflüssigkeit und Stoffwechselprozesse können die bakterielle Infektion begünstigen. Erst in einem für die Parodontitis-Bakterien „günstigen“ Milieu kann sich deren gewebeabbauende Wirkung entfalten. Dieses Grundprinzip gilt für die einzelne Zahnfleischtasche ebenso wie für unseren gesamten Organismus.

Fazit: Stärke Deine Zellkraft!

Das National Institute of Dental and Craniofacial Research (NIDCR), das größte US-amerikanische Forschungsinstitut für Zahnmedizin, postuliert ein spezifisches Bakterium als Hauptverursacher für den Schweregrad der Entzündung und damit für den drohenden Zahnverlust. Neuere Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen des Bakteriums in den Mitochondrien zeigen, dass das Coenzym Q10 als hauptsächlicher Gegenspieler dieses Entzündungsbakteriums fungiert: Die entsprechenden klinischen Daten zeigen, dass durch die entzündlichen Prozesse ein dramatischer Abbau von Q10 im Ausmaß von bis zu 56% bewirkt wird, aber auch, dass durch Zuführung von körperidentem Q10 die entzündlichen Prozesse gestoppt werden können.

Erfolgversprechende Therapieansätze

Die professionelle Zahnreinigung ist unerlässlich! Selbstverständlich gehören die konventionellen Methoden der Keimreduzierung zum Basisprogramm zahnärztlicher Maßnahmen. Diese beinhalten die Säuberung der Zahnfleischtaschen und die Glättung der Zahnwurzeln sowie eine sorgfältige Mundhygieneschulung. Eine ganzheitliche Parodontitisbehandlung beschränkt sich allerdings nicht auf die perfekte Mundhygiene alleine. Die ganzheitliche Zahnmedizin nützt die wissenschaftlichen Erkenntnisse der „mitochondrialen Medizin“, d. h. der Stärkung der Zellkraftwerke durch hochdosierten Einsatz von flüssigem Q10. Ebenso kann mittels Vitamin-C- und Sauerstoffverabreichung (in Form von Cellfood®) unterstützend auf die Wiederherstellung des natürlichen Milieus eingewirkt werden. Ergänzend sind darüber hinaus Ernährungsumstellung, Verbesserung der Darmflora und Stressmanagement als hilfreiche Maßnahmen zu erwähnen

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